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Studie des MIT spannt Gamer ein, um neue Ergebnisse zu erzielen

Eine Studie, die von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zur Forschung in Auftrag gegeben wurde, spannt passionierte Gamer mit ein, die den Wissenschaftlern so nicht nur Arbeit abnehmen, sondern die Forschung erst ermöglichten.

eyewire

Hinter dem zunächst merkwürdig anmutenden Projekt steckt das Ziel, das sogenannte Konnektom zu rekonstruieren. Hierbei handelt es sich um die Gesamtheit der Nervenverbindungen eines einzelnen Lebewesens. Dies erfolgt durch hochauflösende Mikroskopaufnahmen, die für dieses Vorhaben zur Verfügung stehen. Auch in der heutigen Zeit ist es einem Computerprogramm allein nicht möglich diese Arbeit vollautomatisch zu erledigen, somit wurden emsige Helfer eingespannt, die diese Aufgabe in Form eines Spiels erledigen. Würde ein einzelner Mensch allein das Konnektom der Netzhaut rekonstruieren, würde er über 10000 Jahre benötigen.

In dem Spiel EyeWire wurde die Arbeit somit erfolgreich auf viele verschiedene Gamer verteilt, was en Vorgang extrem beschleunigt. Jeweils fünf Mitspieler füllen die Lücken der Netzhaut auf. Kommen alle zu einem gleichen Ergebnis, gilt die ausgeführte Arbeit als korrekt und es gibt Punkte. Doch EyeWire ist nicht das erste Projekt, das viele Menschen auf der Welt einspannt, so stellen seit vielen Jahren viele Internetnutzer für das SETI-Projekt ihre Rechenleistung bereit, um außerirdisches Leben im All zu finden.