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Robert Koch-Institut stellt Mangel bei Masern-Impfungen fest

Wie eine Studie des Robert Koch-Instituts ergab, sind im Kreis MYK sowie Koblenz zu wenige Kleinkinder ausreichend gegen Masern geschützt. Die Studie, die gemeinsam von RKI und der Kassenärztlichen Vereinigung aufgestellt wurde, gibt an, dass nur 18 Prozent der 11-monatigen Kleinkinder überhaupt geimpft seien. Bei den 14-monatigen Kleinkindern liegt die Zahl schon bei 77 Prozent, ist jedoch nach Auffassung des Forschungsinstituts und Ärzten, dennoch zu gering. Zumindest bei den Grundschulkindern in der Region sieht es laut dem Referatsleiter Infektionsschutz des Gesundheitsamtes, Wolfgang Dötsch, sehr gut aus. Von den Grundschülern seien insgesamt 97 Prozent gegen Masern geimpft.

Masern

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Die Gründe für die unzureichende Impfversorgung von insbesondere Kleinkindern, sind unterschiedlicher Natur. Zum einen liegt es an den Eltern, die das rechtzeitige Impfen ihrer Kinder versäumen oder sich aus Überzeugung gegen die wichtigen Impfungen richten. Ein anderer Grund ist die mittlerweile hohe Mobilität der Gesellschaft sowie entstehende Risiken durch Zugezogene aus Regionen, in denen nicht gegen Masern geimpft wird. Es sei nicht nur ratsam das eigene Kind so früh wie möglich gegen die Krankheit zu impfen, sondern verhindert auch das große Risiko, dass die wenigen ungeimpften Kinder andere Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen anstecken könnten. Hier sei vor allem eine großflächige Aufklärung über Masern und das Verantwortungsbewusstsein der Eltern gefragt.