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RKI legt Bericht zum Erreger Klebsiella pneumoniae vor

Die Forschungsstiftung Robert Koch-Institut konnte nun im Universitätsklinikum Leipzig einen umfangreichen Bericht zum Ausbruch des Klebsiella pneumoniae mit Carbapenemase-2-Bildung, einem multiresistenten Erreger, vorlegen. Ein umfassender Bericht und die Unterstützung des RKI war zuvor vom sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz erbeten worden. Bei dem Erreger Klebsiella pneumoniae handelt es sich um Bakterien, die in jedem menschlichen Darm vorhanden und zunächst ungefährlich sind. In diesem besonderen Fall ist es den Bakterien jedoch mittels Carbapenemase möglich, große Mengen von Antibiotika unwirksam werden zu lassen und so den menschlichen Organismus gesundheitlichen Schäden und Gefahren auszusetzen.

Klebsella

Es wurden 72 Fälle von betroffenen Patienten unter die Lupe genommen, die überwiegend an schweren Grunderkrankungen litten. Etwa 49 Prozent der Patienten trugen durch den Erreger eine klinische Infektion davon, während 47 Prozent der Patienten an den Folgen verstarben. Die Todesursache war jedoch nicht immer der Erreger, das Risiko mit dem Erreger zu sterben jedoch deutlich höher. Dem Bericht des Robert Koch-Instituts zufolge wird der Erreger hauptsächlich von Person zu Person übertragen. Das Personal kann als Überträger des Erregers jedoch ausgeschlossen werden.