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Max-Planck Institut entdeckt Kondensstreifen im All

Das Max-Planck Institut gilt als Kapazität im Bereich der Wissenschaft und forscht auch im Bereich des Weltalls. Nun hat das Team um den Wissenschaftler Jeremy Sanders von dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik enorme Kondensstreifen von längst nicht mehr vorhandenen Galaxien entdeckt. Diese Kondensstreifen wurden im sogenannten Coma-Haufen entdeckt. Die Forscher entdeckten Spuren von überhitztem Gas, das nach dem Zusammenschluss verschiedener Galaxien innerhalb der Coma-Ansammlung zurückgeblieben sein könnte. Die Arme sind nach Angaben der Forscher in etwa 300 Millionen Jahre alt und erstrecken sich über mehrere Hunderttausende Lichtjahre.

Coma-Haufen-mit-Armen-Kondensstreifen-von-Galaxien-entdeckt

Chandra

Jeremy Sanders und sein Team hatten die wissenschaftlich relevanten Spuren mit den beiden Röntgen-Satelliten „XMM-Newton“ und „Chandra“ entdeckt. Vermutlich prallten mehrere Tausende Galaxien vor langer Zeit auf den Coma-Galaxiehaufen und gaben dabei große Mengen Gas ab. Nach einer Mitteilung des Instituts ist dieser Vorgang etwa mit der Abgabe von Kondensstreifen eines Flugzeugs zu vergleichen, bei dem Wasserdampf hinter dem Flugzeug hergezogen wird.

Besonders bemerkenswert ist für die Forscher, dass die entstandenen Arme sehr glatt wirken. Modellen zufolge entstehen starke Turbulenzen bei einem solchen Zusammenprall, doch die sehr glatten Arme zeugen von einem vergleichsweise ruhigen Ablauf.