Synthetisch hergestelltes Cannabis zeigt Wirkung bei Arthritis

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Eine Forschungsgruppe des “UK Pain Centre” der Universität von Nottingham hat eine Substanz entwickelt, die Schmerzen, Entzündungen und das Voranschreiten der Symptome bei Osteoarthritis lindern oder ganz hemmen können. Bei der Substanz handelt es sich um JWH133, ein chemisch hergestelltes Cannabinoid, das die Wirkung der natürlichen Cannabinoide nachahmen soll. Als Cannabinoide bezeichnet man die Analoga einiger Terpenphenole, die in dieser Form ausschließlich in Cannabispflanzen (Cannabis indica sowie Cannabis sativa) vorkommen. Readmore »

Max-Planck Institut entdeckt Kondensstreifen im All

Das Max-Planck Institut gilt als Kapazität im Bereich der Wissenschaft und forscht auch im Bereich des Weltalls. Nun hat das Team um den Wissenschaftler Jeremy Sanders von dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik enorme Kondensstreifen von längst nicht mehr vorhandenen Galaxien entdeckt. Diese Kondensstreifen wurden im sogenannten Coma-Haufen entdeckt. Die Forscher entdeckten Spuren von überhitztem Gas, das nach dem Zusammenschluss verschiedener Galaxien innerhalb der Coma-Ansammlung zurückgeblieben sein könnte. Die Arme sind nach Angaben der Forscher in etwa 300 Millionen Jahre alt und erstrecken sich über mehrere Hunderttausende Lichtjahre.

Coma-Haufen-mit-Armen-Kondensstreifen-von-Galaxien-entdeckt

Chandra

Jeremy Sanders und sein Team hatten die wissenschaftlich relevanten Spuren mit den beiden Röntgen-Satelliten „XMM-Newton“ und „Chandra“ entdeckt. Vermutlich prallten mehrere Tausende Galaxien vor langer Zeit auf den Coma-Galaxiehaufen und gaben dabei große Mengen Gas ab. Nach einer Mitteilung des Instituts ist dieser Vorgang etwa mit der Abgabe von Kondensstreifen eines Flugzeugs zu vergleichen, bei dem Wasserdampf hinter dem Flugzeug hergezogen wird.

Besonders bemerkenswert ist für die Forscher, dass die entstandenen Arme sehr glatt wirken. Modellen zufolge entstehen starke Turbulenzen bei einem solchen Zusammenprall, doch die sehr glatten Arme zeugen von einem vergleichsweise ruhigen Ablauf.

Prostatakrebs durch Forschung besser bekämpfen

Längst ist bekannt, dass ein Tumor der Prostata der mit Abstand häufigste Krebs bei Männern ist. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr über 67000 Männer an Prostatakrebs. Nun ging die Prefere-Studie an den Start, die Prostatakrebs erforscht und für weitere Behandlungsmöglichkeiten sorgen soll. Im Detail werden gängige Therapiemethoden die weltweit bei Prostatakrebs zum Einsatzkommen gegenübergestellt und miteinander verglichen. Hierbei geht es vor allem um Methoden die bei der Erstbehandlung zum Einsatz kommen, um einen lokalen Tumor zu behandeln. Zu diesen Methoden und Prostatakrebs-Therapien zählen unter anderem eine Prostataentfernung, die Strahlentherapie von Außen, eine innere Bestrahlung und vieles mehr.

Prostatakrebs

Die Forscher hoffen zuverlässige Daten über Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlungsmethoden zu erlangen, um erkrankten Männern und deren Angehörigen deutlich mehr Sicherheit bei der Entscheidung für die passende Therapie zu vermitteln.

Innerhalb der Studie, für die nach wie vor Teilnehmer gesucht werden, werden Männer mit jeweils einer Methode behandelt und anschließend 13 Jahre von einem Urologen und dem Klinikzentrum behandelt und unterstützt. Auf diese Art und Weise können aussagekräftige Forschungsdaten gesammelt werden, die Aufschluss über die Effektivität der Methoden geben.

Studie des MIT spannt Gamer ein, um neue Ergebnisse zu erzielen

Eine Studie, die von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zur Forschung in Auftrag gegeben wurde, spannt passionierte Gamer mit ein, die den Wissenschaftlern so nicht nur Arbeit abnehmen, sondern die Forschung erst ermöglichten.

eyewire

Hinter dem zunächst merkwürdig anmutenden Projekt steckt das Ziel, das sogenannte Konnektom zu rekonstruieren. Hierbei handelt es sich um die Gesamtheit der Nervenverbindungen eines einzelnen Lebewesens. Dies erfolgt durch hochauflösende Mikroskopaufnahmen, die für dieses Vorhaben zur Verfügung stehen. Auch in der heutigen Zeit ist es einem Computerprogramm allein nicht möglich diese Arbeit vollautomatisch zu erledigen, somit wurden emsige Helfer eingespannt, die diese Aufgabe in Form eines Spiels erledigen. Würde ein einzelner Mensch allein das Konnektom der Netzhaut rekonstruieren, würde er über 10000 Jahre benötigen.

In dem Spiel EyeWire wurde die Arbeit somit erfolgreich auf viele verschiedene Gamer verteilt, was en Vorgang extrem beschleunigt. Jeweils fünf Mitspieler füllen die Lücken der Netzhaut auf. Kommen alle zu einem gleichen Ergebnis, gilt die ausgeführte Arbeit als korrekt und es gibt Punkte. Doch EyeWire ist nicht das erste Projekt, das viele Menschen auf der Welt einspannt, so stellen seit vielen Jahren viele Internetnutzer für das SETI-Projekt ihre Rechenleistung bereit, um außerirdisches Leben im All zu finden.

RKI legt Bericht zum Erreger Klebsiella pneumoniae vor

Die Forschungsstiftung Robert Koch-Institut konnte nun im Universitätsklinikum Leipzig einen umfangreichen Bericht zum Ausbruch des Klebsiella pneumoniae mit Carbapenemase-2-Bildung, einem multiresistenten Erreger, vorlegen. Ein umfassender Bericht und die Unterstützung des RKI war zuvor vom sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz erbeten worden. Bei dem Erreger Klebsiella pneumoniae handelt es sich um Bakterien, die in jedem menschlichen Darm vorhanden und zunächst ungefährlich sind. In diesem besonderen Fall ist es den Bakterien jedoch mittels Carbapenemase möglich, große Mengen von Antibiotika unwirksam werden zu lassen und so den menschlichen Organismus gesundheitlichen Schäden und Gefahren auszusetzen.

Klebsella

Es wurden 72 Fälle von betroffenen Patienten unter die Lupe genommen, die überwiegend an schweren Grunderkrankungen litten. Etwa 49 Prozent der Patienten trugen durch den Erreger eine klinische Infektion davon, während 47 Prozent der Patienten an den Folgen verstarben. Die Todesursache war jedoch nicht immer der Erreger, das Risiko mit dem Erreger zu sterben jedoch deutlich höher. Dem Bericht des Robert Koch-Instituts zufolge wird der Erreger hauptsächlich von Person zu Person übertragen. Das Personal kann als Überträger des Erregers jedoch ausgeschlossen werden.

Robert Koch-Institut stellt Mangel bei Masern-Impfungen fest

Wie eine Studie des Robert Koch-Instituts ergab, sind im Kreis MYK sowie Koblenz zu wenige Kleinkinder ausreichend gegen Masern geschützt. Die Studie, die gemeinsam von RKI und der Kassenärztlichen Vereinigung aufgestellt wurde, gibt an, dass nur 18 Prozent der 11-monatigen Kleinkinder überhaupt geimpft seien. Bei den 14-monatigen Kleinkindern liegt die Zahl schon bei 77 Prozent, ist jedoch nach Auffassung des Forschungsinstituts und Ärzten, dennoch zu gering. Zumindest bei den Grundschulkindern in der Region sieht es laut dem Referatsleiter Infektionsschutz des Gesundheitsamtes, Wolfgang Dötsch, sehr gut aus. Von den Grundschülern seien insgesamt 97 Prozent gegen Masern geimpft.

Masern

Masern


Die Gründe für die unzureichende Impfversorgung von insbesondere Kleinkindern, sind unterschiedlicher Natur. Zum einen liegt es an den Eltern, die das rechtzeitige Impfen ihrer Kinder versäumen oder sich aus Überzeugung gegen die wichtigen Impfungen richten. Ein anderer Grund ist die mittlerweile hohe Mobilität der Gesellschaft sowie entstehende Risiken durch Zugezogene aus Regionen, in denen nicht gegen Masern geimpft wird. Es sei nicht nur ratsam das eigene Kind so früh wie möglich gegen die Krankheit zu impfen, sondern verhindert auch das große Risiko, dass die wenigen ungeimpften Kinder andere Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen anstecken könnten. Hier sei vor allem eine großflächige Aufklärung über Masern und das Verantwortungsbewusstsein der Eltern gefragt.

MIT stellt Forschungsprojekt zur Entwicklung eines 110-Kern-Prozessors vor

Das US-amerikanische Forschungsinstitut Massachusetts Institute of Technology (MIT) gab bekannt, an der Entwicklung der sogenannten „Execution Migration Machine“ zu arbeiten. Dabei handelt es sich um einen Prozessor mit insgesamt 110 Kernen, die mittels netzartiger Architektur und quadratischem Design miteinander verbunden sind. Vor allem für Datenmigration und große Datenmengen soll der leistungsstarke Rechner mit speziell geschriebenem Code optimiert werden.
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Ziel des Forschungsprozessors sei es, eine energieeffiziente Leistungssteigerung elektronischer Geräte zu ermöglichen und den Datenverkehr innerhalb des Chips zu reduzieren. Auf diese Weise könne ein Chip, so Mieszko Lis vom MIT, sowohl sparsamer als auch schneller rechnen. Dabei misst der im 45-Nanometer-Verfahren angefertigte Prozessor gerade mal 10×10 mm. Erste Erfolge konnte der Prozessor in einem intern durchgeführten Benchmark-Test erzielen, wo er im Vergleich zu anderen Chips eine Leistungssteigerung von 25 Prozent verbuchen konnte. Das MIT betonte jedoch, dass die vielversprechende Leistungssteigerung des 110-Kern-Prozessors noch in den Kinderschuhen stecken würde und derzeit lediglich experimenteller Natur sei.